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Rat: „Eine Probefahrt ist entscheidend“
Die größten Änderungen erwartet er auf dem Batteriesektor. „Die Forschung im Bereich der Akkus geht in die Richtung, mehr Kapazität bei gleicher Baugröße unterzubringen“, sagt Neuberger. „Außerdem wird man versuchen, den Ladeprozess zu verkürzen.“ Momentan liegen die Ladezeiten bei sechs bis acht Stunden, Schnelladezyklen von bis zu zwei Stunden sind die Ausnahme. Die wohl bahnbrechendste Neuerung ist ein von Bosch entwickelter Motor, mit dem das Reutlinger Unternehmen seine Erfahrung mit elektrischen Antrieben seit dem vergangenen Jahr in die E-Bike-Szene einbringt. Es handelt sich um einen 250-Watt-Mittelmotor, der gleich mehrere Vorteile bietet. Seine kompakten Maße erlauben einen im Vergleich zur Konkurrenz kürzeren Radstand und somit die gleiche Länge wie bei einem herkömmlichen Fahrrad. „Das ist eine der herausragenden Eigenschaften. Man hat das Gefühl, auf einem normalen Fahrrad zu sitzen“, sagt Julia Patzelt von der Robert Bosch GmbH in Reutlingen. Deshalb können sich Mountainbiker über die Wendigkeit und die im Gelände benötigte Bodenfreiheit freuen. Vielen Radlern kommt es entgegen, dass bei einem Mittelmotor im Hinterrad die gleichen Komponenten wie bei herkömmlichen Rädern verwendet werden können. Ein Vorteil, der bis dato nur der Frontantrieb bot. Das ermöglicht auch den Einbau einer Rücktrittbremse, die vor allem der älteren Generation Sicherheit gibt und den Umstieg auf ein Pedelec erleichtert.
Mit dem Mittelmotor ist Bosch als Spezialist für Elektroantriebe aller Art ein fulminanter Einstieg in die E-Bike-Szene gelungen. Waren es im ersten Jahr 14 Fahrradhersteller mit 18 Marken, so fahren im zweiten Jahr bereits mehr als 30 Fahrradmarken mit der Antriebstechnik „made in Reutlingen“. Mit 140 Kilometer Reichweite und 2,5 Stunden Ladezeit hat der Motor auch sonst einige Stärken. ZIV-Geschäftsführer Siegfried Neuberger hält die Reichweite und Haltbarkeit der Akkus jedoch nicht für ausschlaggebend bei der Kaufentscheidung. „Wenn ich durchschnittlich 40 Kilometer mit Unterstützung fahre und von 1000 Ladezyklen ausgehe, komme ich auf 40000 Kilometer“, rechnet er vor. Damit würde die Batterie auf jeden Fall die Lebensdauer eines Pedelecs erreichen, wenn sie gut behandelt wird.
Man sollte sich aber nicht nur auf technische Werte und Testberichte verlassen, sondern auf sein eigenes Fahrgefühl. Denn wichtig ist das Zusammenspiel von Motor, Steuerung, Akku – und Mensch. „Eine Probefahrt ist entscheidend. Unbedingt unterschiedliche Systeme fahren und schauen, wie man mit den Komponenten klarkommt“, rät Siegfried Neuberger allen, die ein Fahrrad mit Elektromotor kaufen wollen.
(Erschienen: 26.08.2011 15:35)
Die größten Änderungen erwartet er auf dem Batteriesektor. „Die Forschung im Bereich der Akkus geht in die Richtung, mehr Kapazität bei gleicher Baugröße unterzubringen“, sagt Neuberger. „Außerdem wird man versuchen, den Ladeprozess zu verkürzen.“ Momentan liegen die Ladezeiten bei sechs bis acht Stunden, Schnelladezyklen von bis zu zwei Stunden sind die Ausnahme. Die wohl bahnbrechendste Neuerung ist ein von Bosch entwickelter Motor, mit dem das Reutlinger Unternehmen seine Erfahrung mit elektrischen Antrieben seit dem vergangenen Jahr in die E-Bike-Szene einbringt. Es handelt sich um einen 250-Watt-Mittelmotor, der gleich mehrere Vorteile bietet. Seine kompakten Maße erlauben einen im Vergleich zur Konkurrenz kürzeren Radstand und somit die gleiche Länge wie bei einem herkömmlichen Fahrrad. „Das ist eine der herausragenden Eigenschaften. Man hat das Gefühl, auf einem normalen Fahrrad zu sitzen“, sagt Julia Patzelt von der Robert Bosch GmbH in Reutlingen. Deshalb können sich Mountainbiker über die Wendigkeit und die im Gelände benötigte Bodenfreiheit freuen. Vielen Radlern kommt es entgegen, dass bei einem Mittelmotor im Hinterrad die gleichen Komponenten wie bei herkömmlichen Rädern verwendet werden können. Ein Vorteil, der bis dato nur der Frontantrieb bot. Das ermöglicht auch den Einbau einer Rücktrittbremse, die vor allem der älteren Generation Sicherheit gibt und den Umstieg auf ein Pedelec erleichtert.
Mit dem Mittelmotor ist Bosch als Spezialist für Elektroantriebe aller Art ein fulminanter Einstieg in die E-Bike-Szene gelungen. Waren es im ersten Jahr 14 Fahrradhersteller mit 18 Marken, so fahren im zweiten Jahr bereits mehr als 30 Fahrradmarken mit der Antriebstechnik „made in Reutlingen“. Mit 140 Kilometer Reichweite und 2,5 Stunden Ladezeit hat der Motor auch sonst einige Stärken. ZIV-Geschäftsführer Siegfried Neuberger hält die Reichweite und Haltbarkeit der Akkus jedoch nicht für ausschlaggebend bei der Kaufentscheidung. „Wenn ich durchschnittlich 40 Kilometer mit Unterstützung fahre und von 1000 Ladezyklen ausgehe, komme ich auf 40000 Kilometer“, rechnet er vor. Damit würde die Batterie auf jeden Fall die Lebensdauer eines Pedelecs erreichen, wenn sie gut behandelt wird.
Man sollte sich aber nicht nur auf technische Werte und Testberichte verlassen, sondern auf sein eigenes Fahrgefühl. Denn wichtig ist das Zusammenspiel von Motor, Steuerung, Akku – und Mensch. „Eine Probefahrt ist entscheidend. Unbedingt unterschiedliche Systeme fahren und schauen, wie man mit den Komponenten klarkommt“, rät Siegfried Neuberger allen, die ein Fahrrad mit Elektromotor kaufen wollen.
(Erschienen: 26.08.2011 15:35)














