Lindau

25.03.2020

„Wir bekommen mehr als zehn Anfragen täglich“

Bereits nach zehn Tagen zählt die Corona-Hilfegruppe „We care Lindau“ mehr als 1200 Mitglieder. Das macht den 23-jährigen Gründer Simon Gries stolz. Vor allem weil es sich nicht um Alibi-Mitgliedschaften handele, sondern die Hilfsbereitschaft in Lindau und Umgebung tatsächlich überragend sei.

Von Viktoria Benz

Lindau – Mehr als zehn Anfragen erhält Simon Gries täglich von Menschen, die ihre Hilfe denjenigen anbieten wollen, die in schweren Zeiten wie diesen Unterstützung beim Einkauf oder Gassigehen benötigen. Der 23-jährige Lindauer vermittelt diese dann an die Menschen weiter, die auf Hilfe angewiesen sind. „Vor zwei Wochen wurde uns klar, welche Ausmaße die Corona-Pandemie haben kann. Es wurde viel diskutiert, aber es gab keine Löungsansätze für die wirklich hilfsbedürftigen Menschen.“ Mit der Hilfegruppe „We care Lindau“ hat er den Anfang gemacht, die nur innerhalb weniger Tage zahlreiche Menschen zusammengeführt hat und für die Entlastung einiger gefährdeter Menschen sorgte. Da er selbst sehr dankbar wäre, wenn sich Menschen um seine Großeltern kümmern würden, bereitet es ihm große Freude, dass das Angebot auf so großes Interesse stößt, sogar weit über die Grenzen hinaus. „Es melden sich sogar Interessierte aus Mainz, Frankfurt und von der Nordsee, die sich über das Konzept informieren wollen. Mit so viel Zuspruch hätte ich nicht gerechnet.“ Alleine kann er das aber nicht mehr stemmen. Deshalb hat sich ein Team aus fünf Personen gegründet, das ihm bei der Vermittlung und Organisation unter die Arme greift. „Dank dem Team und der Unterstützung der Medieninsel, die uns Flyer für das Bewerben der Gemeinschaft gedruckt hat, ist es uns nun möglich, mehrere Kanäle zu bedienen, um auch Menschen zu erreichen, die nicht auf Facebook unterwegs sind.“ 

Kontaktdaten:

e-mail: we-care-lindau@t-online.de

Website: https://we-care-lindau.jimdosite.com/

Telefon: 01715499770 (Simon) 01525 8730022 (Joshua) – zwischen 10-12 & 20-22 Uhr

Facebook: We Care – Lindau

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Aktuell 53 Infizierte und acht Bußgeldverfahren im Landkreis

Bei solch schönem Frühlingswetter ist die Stille hier am Bodensee schon fast gespenstisch. Doch sie zeigt auch, dass sich die Bürger die Anordnungen zur Ausgangsbeschränkung, die am Freitag in Kraft getreten ist, zu Herzen nehmen. Mit Ausnahmen natürlich. Insgesamt acht Bußgeldverfahren wurden inzwischen eingeleitet, die deutlich machen, wie ernst die Lage ist. Betroffen ist nicht nur unsere Bewegungsfreiheit, sondern es stehen auch Existenzen auf dem Spiel. Erfreulicherweise wurde aber nun Kleinunternehmern schnelle finanzielle Unterstützung versprochen. Auch die bereits geschlossenen Tafelläden versuchen ihre Kunden weiterhin zu versorgen.

Von Viktoria Benz

Markus Söder spricht Ausgangssperre für Bayern aus

Am 21. März ist um 00.00 Uhr in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Seither sind alle Bürger angehalten, ihre sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. So dürfen die Bürger hierzulande nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe ihre Wohnung verlassen wie etwa zum Einkauf, zum Arztbesuch oder zur Ausübung beruflicher Tätigkeiten. Zum Sporttreiben oder Hund ausführen dürfen sich nur zwei Personen, die im selben Haushalt wohnen, im Freien aufhalten.

Verstöße gegen Ausgangssperre häufen sich seit Freitag

Wer sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen hält, dem kann ein Bußgeld bis zu 25 000 Euro drohen. Seit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung wurden im Landkreis Lindau durch die Polizei nun insgesamt acht Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen eingeleitet. Betroffen waren unter anderem jeweils zwei Personen, die in der Nacht Zigaretten und Bier kaufen wollten, eine Person, die sich zum Musikhören, also ohne triftigen Grund, wiederholt im Freien aufhielt, eine Person, die angab auf Reisen zu sein und sich ebenfalls unter freiem Himmel aufhielt und zwei Personen, die eine nicht verwandte Person besuchen wollten. Alle acht Fälle zeigen, dass mit der aktuellen Situation nicht zu spaßen ist. Die Höhe der Bußgelder sind allerdings noch unbekannt. Am Dienstagmittag kündigte die Staatsregierung in einer Pressekonferenz einen Bußgeldkatalog an, in welchem die Höhe der Bußgelder definiert werden. Zeitnah soll die Öffentlichkeit darüber informiert werden.

Regierung verspricht finanzielle Unterstützung

Am Montag verkündeten Finanzminister Olaf Scholz und WIrtschaftsminister Peter Altmaier, dass sie nun Unternehmen schnell und unbürokratisch mit einem Soforthilfe-Programm helfen wollen. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus treffen die regionale Wirtschaft mit voller Wucht. Gerade bei Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen geht es nun um jeden Tag. Daher ist es richtig, dass auch der Bund für diese Zielgruppe eine Soforthilfe angekündigt hat“, sagt Schwabens IHK-Geschäftsführer Marc Lucassen. Soloselbstständige und Kleinstbetriebe können zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen und damit zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz mit 9.000 Euro aus dem Bundeshaushalt rechnen. Dieser Zuschuss erhöht sich bei Unternehmen mit sechs bis zehn Beschäftigten auf 15.000 Euro. Das sind die Eckpunkte des Soforthilfe-Programms der Bundesregierung, das noch in dieser Woche durch das Parlament im Eilverfahren verabschiedet werden soll. Nach dem Freistaat hat nun auch die Bundesregierung einen nicht rückzahlungspflichtigen Zuschuss für Soloselbstständige und Kleinstbetriebe auf den Weg gebracht, wobei das bayerische Programm sogar Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten offensteht. Dr. Lucassen: „Nun geht es darum, die verschiedenen Pakete von Bund und Land noch in dieser Woche so aufeinander abzustimmen, dass sich die Förderung zielgerichtet verstärkt.“ Klein- und Kleinstunternehmen bilden die absolute Mehrheit der IHK-Mitgliedsunternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen. „Der überwiegende Teil unserer Mitgliedsunternehmen beschäftigt weniger als zehn Mitarbeiter. Bund und Land nehmen also eine tragende Säule unserer regionalen Wirtschaft in den Fokus“, so Dr. Lucassen abschließend. Alle nötigen Informationen und Antragsformulare gibt es auf der Internetseite der Regierung von Schwaben unter www.regierung.schwaben.bayern.de

Tafelläden suchen Spender

Die Ausbreitung des Coronavirus wird auch für die Tafeln in Deutschland zur Herausforderung und führt zu immer mehr Tafel-Schließungen im ganzen Land. Davon betroffen sind auch die vom Caritasverband geführten Tafelläden in Lindau und Lindenberg. Offiziell sollten beide Tafeln bis 28. März geschlossen bleiben. „Wir werden die Tafel wahrscheinlich noch länger zu lassen müssen, wollen das aber von Woche zu Woche nach der aktuellen Sachlage entscheiden. Aber wir bauen gerade eine Notversorgung für unsere Tafelkunden auf. Wir sammeln Lebensmittelspenden aus der Bevölkerung und ‚Wir helfen’ hat uns auch Unterstützung zugesagt“, sagt Caritas Geschäftsführer Harald Thomas. Benötigt werden für die Kunden länger haltbare Ware, wie etwa Honig, Essig, H-Milch, Reis, Toilettenpapier und andere Hygieneartikel. „Weil wir derzeit die Einhaltung der Kühlkette nicht gewährleisten können, müssen wir auf Frisch- und Kühlwarenspenden verzichten.“ Wer Produkte spenden möchte, wird gebeten, diese in Pakete zu packen und diese direkt an das katholische Pfarramt in Lindenberg oder an die Geschäftsstelle des Caritasverbandes in Lindau abzugeben. (Abgabezeiten Mo. bis Fr. jeweils 9 bis 12 Uhr) „Die Pakete werden wir dann an die Tafelkunden weiter leiten, die unsere Unterstützung benötigen.“

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18.03.2020

Bayern ruft Katastrophenfall aus: Das wird sich ändern!

Zur Verlangsamung des Corona-Virus werden Schulen, Kitas, Handel und Gastronomien geschlossen sowie das ÖPNV-Angebot reduziert

Der Freistaat Bayern hat zur Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus am Montag, den 16. März für ganz Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Vorerst wird sich Folgendes hierzulande ändern:

Schulen und Kitas sowie Kinderbetreuung

Die Bayerische Staatsregierung hat am Freitag, 13.März mitgeteilt, das bayernweit Schulen und Kindertageseinrichtungen bis einschließlich 19. April geschlossen bleiben.

Umfangreiche Informationen zu den Regelungen insgesamt, zu einer Notfallbetreuung, aber auch zu Stornokosten bei Schulausfahrten finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

Betreuung von Kindern

Großeltern sollen ausdrücklich die Kinder nicht betreuen!

Für Eltern, bei denen beide Elternteile in objektiv systemkritischen Berufen tätig sind, beispielsweise im medizinischen oder pflegerischen Bereich oder bei der Polizei, wird eine Kinderbetreuung in der jeweiligen Schule oder der Kindertagesstätte eingerichtet. Spezielle Notfallkitas wird es nicht geben, sondern jede Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Tagesstätte und Schule hat eine entsprechende Notbetreuung sicherzustellen.

Das dürfen die Kinder und Jugendlichen in diesen fünf Wochen machen

Die Schülerinnen und Schüler sollen in dieser Zeit soziale Kontakte meiden und möglichst zuhause bleiben. Sie dürfen sich gerne im eigenen Garten aufhalten, sollten jedoch nicht auf Spielplätze oder in den Musikunterricht gehen oder sich untereinander treffen (Stichwort „Corona-Party“). Sicherlich ist eine solche „Quarantäne“ eine große Herausforderung gerade auch für die Kinder. Das Landratsamt Lindau bittet die Eltern/Erziehungsberechtigten im eigenen Interesse dafür zu sorgen, dass die Kinder freiwillig auf möglichst alle sozialen Kontakte verzichten.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Der Freistaat Bayern hat aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus das Besuchsrecht von Angehörigen in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäuser und Behinderteneinrichtungen weitgehend eingeschränkt. Ausnahmen sind zum Beispiel, wenn ein Kind in der Klinik behandelt wird oder Patienten im Sterben liegen.

Die Asklepios Klinik in Lindau bittet, Patientenbesuche auf ein notwendiges Mindestmaß zu reduzieren und sich dabei auf den engsten Angehörigenkreis zu beschränken. Die Besuchszeiten wurden seit Montag, den 16. März auf den Zeitraum zwischen 14 bis 16 Uhr sowie auf „1 Besucher pro Patient pro Tag“ beschränkt. Außerdem wird gebeten, Besuche nur durchzuführen, wenn man gesund ist. Besucher mit Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen, Durchfall, Fieber etc. sollen dem Krankenhaus ausdrücklich fernbleiben. Auch Personen die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem der vom Robert Koch Institut definierten Coronavirus (SARS-CoV-2/COVID-19) Risikogebiete aufgehalten haben, Kontakt zu entsprechenden Personen hatten, die sich im Risikogebiet aufgehalten haben, oder allgemein im Ausland im Urlaub gewesen sind, werden gebeten, auf einen Besuch zu verzichten.

Aus der Sicht des Landratsamtes sind diese Regelungen Richtschnur auch für andere Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Veranstaltungen

Veranstaltungen und Versammlungen werden landesweit untersagt. Hiervon ausgenommen sind private Feiern in hierfür geeigneten privat genutzten Wohnräumen, deren sämtliche Teilnehmer einen persönlichen Bezug (Familie, Beruf) zueinander haben. Ausnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Dies gilt ab 17. März bis einschließlich 19. April 2020.

Betrieb von Freizeiteinrichtungen sowie Vereine

Der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen, sondern der Freizeitgestaltung, wird untersagt. Hierzu zählen insbesondere Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendhäuser. Dies gilt ab 17. März bis einschließlich 19. April 2020.

Einzelhandel

Untersagt wird die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels jeder Art. Hiervon ausgenommen sind der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Filialen der Deutschen Post AG, Tierbedarf, Bau- und Gartenmärkte, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen und der Online-Handel. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden können auf Antrag Ausnahmegenehmigungen für andere für die Versorgung der Bevölkerung unbedingt notwendige Geschäfte erteilen, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Die Öffnung von Einkaufszentren und Kaufhäusern ist nur für die in Ziffer 4 genannten Ausnahmen erlaubt.

Dies gilt ab 18. März bis einschließlich 30. März 2020.

Ladenöffnungszeiten

Ist zur Versorgung der Bevölkerung mit existenziellen Gütern eine Öffnung nach Ziffer 4 gestattet, so sind die Öffnungszeiten abweichend von § 3 LadSchlG: a. an Werktagen von 6 Uhr bis 22 Uhr; b. an Sonn- und Feiertagen von 12 Uhr bis 18 Uhr. Dies gilt ab 18. März bis einschließlich 30. März 2020.

Gastronomiebetriebe

Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen hiervon sind in der Zeit von 6 bis 15 Uhr Betriebskantinen sowie Speiselokale und Betriebe, in denen überwiegend Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle abgegeben werden. Ausgenommen sind zudem die Abgabe von Speisen zum Mitnehmen bzw. die Auslieferung; dies ist jederzeit zulässig. Es muss sichergestellt sein, dass der Abstand zwischen den Gästen mindestens 1,5 Meter beträgt und dass sich in den Räumen nicht mehr als 30 Personen aufhalten. Weiter ausgenommen sind Hotels, soweit ausschließlich Übernachtungsgäste bewirtet werden. Dies gilt ab 18. März bis einschließlich 30. März 2020.

Grenzübergänge

Die Grenzen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich sind seit Montagmorgen 8 Uhr auf Entscheidung der Bundesregierung geschlossen bzw. werden streng kontrolliert. Ausnahmen gelten nur für deutsche Staatsbürger, Berufspendler und den Waren- und Lieferverkehr. Nach Rückfrage bei der Bundespolizei sind folgende Grenzübergänge mit Kontrollen passierbar: Grenzübergang auf der Autobahn A 96 sowie der Grenzübergang Ziegelhaus, Lindau. Folgende Grenzübergänge sind hingegen nicht mehr passierbar: Grenzübergang Rickenbach, Grenzübergang Niederstaufen, Grenzübergang Scheidegg, Grenzübergang Scheffau, Grenzübergang Oberreute

Außerdem sind auch alle kleinen Grenzübergänge – auch entlang des Bodenseeradwegs – nicht mehr passierbar.

Laut Aussage der Bundespolizei dürfen die Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft nach Deutschland einreisen, die nachweisen können, dass sie

– als Grenzgänger arbeiten (Nachweis: Dienstausweis, Kopie Arbeitsvertrag, schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers)

– einen Dienstleistungsauftrag o.ä. haben (Nachweis: Auftragsbestätigung)

– einen Angehörigen pflegen müssen

Andere Personen werden an der Grenze konsequent abgewiesen. Hiervon sind besonders österreichische und schweizerische Staatsbürger betroffen, die auf deutscher Seite einkaufen wollen. Die umfassenden Kontrollen führen zu langen Staus an den beiden kontrollierten Grenzübergängen. Stellen Sie sich auf längere Wartezeiten ein. Vermeiden Sie alle unnötigen Fahrten.

ÖPNV

Die Nutzung von Bus & Bahn ist in diesen Tagen ein viel diskutiertes Thema. Aktuell wurden nun konkrete Anordnungen für den Omnibusverkehr im Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) vereinbart. Auch das Fahrplanangebot wird ab Dienstag, den 17. März (Betriebsbeginn) eingeschränkt. Für Fahrgäste gilt ab sofort, nur noch die hinteren Bustüren zum Ein- und Ausstieg zu benützen. Die vorderen Bustüren werden bis auf Weiteres geschlossen gehalten, es ist kein Fahrscheinkauf beim Busfahrer möglich. Diese Vorsichtmaßnahme soll dazu dienen, die Ansteckungsgefahr für Fahrgäste und Fahrpersonal zu minimieren. Die Mitfahrt ist dennoch und weiterhin nur mit einem gültigen Fahrschein erlaubt. bodo empfiehlt hier die Verkaufskanäle eCard, HandyTicket, DB navigator oder den Fahrscheinautomat am Bahnhof zu nutzen.

Auch empfiehlt bodo vorrangig digitale Fahrscheinangebote zu nutzen. Vor allem die Nutzung der eCard im berührungslosen Check-in/Check-out Verfahren bietet sich an. Das eTicketing-Angebot im bodo ist bestellbar über die Webseite www.bodo-ecard.de. Weiterhin sind im bodo-Verkehrsverbund Tickets sowohl als HandyTicket (Infos & Registrierung unter www.handyticket.de), über den DB navigator oder natürlich an den Fahrscheinautomaten am Bahnhof erhältlich. Keine Kartengebühr für eCard-Besteller:Wer eine eCard bestellt, bekommt bis auf Weiteres die einmalige Kartengebühr von 2 Euro erstattet.

Info: Im Landkreis Lindau verkehren die Busse ab Dienstag, den 17. März nach Ferienfahrplan.

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Landratsamt richtet Hotline ein

Kontaktaufnahme soll vorerst telefonisch oder schriftlich erfolgen

Region – Zum Schutz der Kunden und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs der Landkreisverwaltung bleiben auch die Gebäude des Landratsamts bis 19. April geschlossen. Alle Belange sollten daher möglichst telefonisch oder schriftlich kommuniziert werden. Außerdem hat das Landratsamt eine Info-Hotline eingerichtet, die jedoch nur für Fragen zu Maßnahmen des Gesundheitsamts gedacht sind und nicht für allgemeine Fragen oder politische Diskussionen.
Die Hotline ist sowohl per E-Mail unter coronavirus@landkreis-lindau.de oder unter der Telefonnummer 08382 270-248 erreichbar.
Besetzt ist sie von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr. Um einer Überlastung der Info-Hotline vorzubeugen, bittet das Landratsamt Lindau folgende Zuständigkeiten zu beachten: Medizinische Anfragen bitte telefonisch an den Hausarzt. 116 117 – Die kostenlose Telefonnummer des kassenärztlichen Bereitschaftsdiensts bei konkreten Hinweisen auf eine Infektion mit dem Coronavirus. 112 – Die Notfallnummer bitte nur bei unmittelbar lebensbedrohlichen Lagen. 

Post aus Heimenkirch …

Bürgermeister Markus Reichart sucht hilfsbereite Bürger

„In den Zeiten des Corona-Virus versuchen wir den Dienstbetrieb im Rathaus und den weiteren gemeindlichen Einrichtungen – solange keine gegenteiligen behördlichen Anordnungen wie z.B. zur Kinderbetreuung vorliegen – aufrecht zu erhalten. Dasselbe gilt für die Wasserversorgung Heimenkirch Opfenbach sowie Abwasserverband Obere Leiblach (Ver- und Entsorgung für rund 10000 Menschen im Westallgäu).

Um dies möglichst durchgängig zu gewährleisten, bitten wir die Bevölkerung im Gemeinde- sowie in den Verbandsgebieten, uns dabei zu unterstützen. Wir bitten darum, den Kontakt zu uns aktuell soweit wie möglich auf Telefon und E-Mail zu beschränken (unabdingbar gilt dies für Menschen, welche Krankheitssymptome einer Erkältung aufweisen). Vor einem persönlichen Besuch soll bitte geprüft werden, ob dieser derzeit unbedingt notwendig ist.

Zur Zeit sind vermehrt ältere und erkrankte Personen auf Unterstützung ihrer Mitmenschen angewiesen. Dies gilt selbst für alltägliche Dinge wie Besorgungen und dergleichen. Falls Bürger/-innen aus Heimenkirch sich in dieser Situation befinden und nicht auf Dritte zurückgreifen können, melden Sie sich bitte sehr gerne im Rathaus. Zugleich bitten wir die Einwohner aus Heimenkirch, welche der vorgenannten Personengruppe helfen wollen, sich ebenfalls im Rathaus zu melden. Wir werden versuchen, hier die erforderlichen Kontakte herzustellen. Sollte die heimische Gastronomie Essen nach Hause liefern, bitten wir, dies bekannt zu geben. Sollte der Einzelhandel (speziell Netto + Edeka) Produkte ausliefern, wäre dies auch eine tolle Unterstützung für unsere Gesellschaft.“

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