Riedlingen

Aktuelle Ausgabe 27.05.2020

Kampf um die Existenz

Ein ungewöhnlicher Anblick in Corona-Zeiten

Beim Riedlinger Narrenbrunnen steht neuerdings jeden Freitag die mobile Verkaufsstelle von Rudolf alias Rudi Kleinknecht und bietet ihre Waren feil. Keine Lebensmittel, sondern Haushaltswaren. Dafür musste sich der Riedlinger Händler eine Sondernutzung erkämpfen — was ihm mit Unterstützung der Stadt gelang.

Von Linda Leinecker

Riedlingen – Kleinknecht arbeitet seit fast 40 Jahren als Marktkaufmann, der auf Krämer- und Jahrmärkten unterwegs ist. Doch bereits jetzt muss der Riedlinger Händler auf seine Rücklagen zurückgreifen, die er sich für die Aufbesserung seiner Rente angespart hat. Der Grund: Die Coronakrise und die Entscheidungen der Bundesregierung, die zur Bekämpfung der Pandemie getroffen wurden.

Der 64-Jährige erklärt: „Seit März habe ich einen Umsatzeinbruch von 100 Prozent. Ich muss bereits jetzt von meinem Angesparten leben. Das ist bitter.“ Kleinknecht sieht sich von der überregionalen Politik allein gelassen. Da aufgrund der Pandemie alle großen Veranstaltungen bis zum 31. August nicht stattfinden werden und zudem alle Märkte außer den sogenannten „grünen Märkten“, bei denen Lebensmittel verkauft werden, verboten sind, kämen die Maßnahmen für den Marktkaufmann einem Berufsverbot gleich, sagt Kleinknecht. Für ihn sei es unverständlich, wieso man pauschal alle großen Märkte bis Ende August absagen ließe, ohne die neuesten Entwicklungen der Infektionszahlen zu berücksichtigen. Und für die Zeit danach? „Jedenfalls habe schon Absagen für Märkte im September und Oktober erhalten“, erläutert Kleinknecht.

Die finanziellen Einbußen, die durch die Pandemie entstanden sind, will Kleinknecht nun durch seinen mobilen Verkaufsstand am Narrenbrunnen mildern. Jeden Freitag von neun bis 18 Uhr bietet der Händler dort gemeinsam mit seiner Frau Kurz- wie Haushaltswaren an: Von Messern, Scheren und Schälern, bis hin zu Hosenträgern, Geldbeuteln und Stopfgarn. Bislang ist Kleinknecht der einzige Händler, der sein Angebot in der Riedlinger Fußgängerzone in einem mehrrädrigen Verkaufsstand präsentiert. Das muss aber nicht so bleiben, zumindest, wenn es nach ihm ginge.

Er sagt: „Wir sind im Moment dran, dass es weitere mobile Verkaufsstände auf dem Platz geben wird, um das Leben in der Innenstadt wieder ein bisschen anzukurbeln.“ Denn auch in Dürmentingen verkaufe er nämlich mit drei weiteren Händlern auf diese Weise seine Waren, was bei der Bevölkerung sehr gut angekommen sei. „Man merkt richtig, dass die Leute sich wieder auf das Einkaufen freuen“, bemerkt Kleinknecht. Der mobile Einzelhändler fügt hinzu: „Viele Kunden sind auch sehr zuvorkommend und achten nach wie vor auf die gegenseitige Sicherheit. Obwohl wir ja an der frischen Luft sind und damit keine Maskenpflicht beim Einkaufen gilt, tragen viele Leute trotzdem freiwillig ihren Mundschutz und halten Abstand zueinander.“

Einen zulässigen Abstand, der sich laut Kleinknecht gerade im Super- oder Baumarkt nicht immer einhalten ließe. „Wenn ich dort einkaufen gehe, sehe ich, dass die Gänge zum Teil so eng sind, dass man gar nicht die 1,5 Meter Distanz einhalten kann, ohne dass man sich nicht berührt“, stellt der gebürtige Riedlinger fest. Ein Grund mehr, warum er nicht verstehen könne, weshalb Supermärkte geöffnet haben dürfen, die ebenfalls mehr als nur Lebensmittel verkaufen würden, Krämermärkte im Freien hingegen verboten seien. Für ihn sei das ganz klar Wettbewerbsverzerrung: „In Deutschland gibt es insgesamt rund 40 000 Marktkaufleute, die circa 100 000 Arbeitsplätze sichern. Damit sind auch wir ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Trotzdem werden wir und unsere finanzielle Lage bisher nicht berücksichtigt.“

Dabei sei gerade der Markt auch ein Ort des Zusammentreffens, des Gesprächs und des Angebots, welches man sonst in keinem Supermarkt finden würde. Kleinknecht macht klar: „Für mich ist der Markt ein kulturelles Gut, das man schützen muss.“ Die mobile Einzelhandelsverkaufsstelle ist der erste Schritt dazu. Mit Erfolg, denn der zweite mobile Stand ist bereits genehmigt.

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Ausgabe 20.05.2020

Besuche in Kliniken und Restaurants wieder möglich

So langsam kehrt wieder etwas Normalität in den Alltag ein, nachdem das Coronavirus in den vergangenen Wochen das gesellschaftliche Leben weltweit eingeschränkt hat. Seit Montag sind auch in Baden-Württemberg wieder Besuche in Krankenhäusern möglich – unter strengen Auflagen. Auch die Gastronomie darf wieder geöffnet haben.

Von Kristina Schmidl

Kreis Biberach – Seit Mitte März haben Patienten in Kliniken zum Schutz vor Ansteckung mit Corona laut Allgemeinverfügung auf Besuche verzichten müssen. Dieses Besuchsverbot ist seit Montag, 18. Mai, gelockert. So können auch an den Sanakliniken im Landkreis Biberach an den an den Standorten Biberach, Laupheim und Riedlingen stationäre Patienten wieder eingeschränkt Besuch erhalten. Das teilt die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH mit.

Bei den Besuchen müssen strenge Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Patienten dürfen nun täglich zwischen 14 und 18 Uhr einen Besucher pro Tag für eine Stunde empfangen. Sowohl Besucher als auch Patienten haben dabei Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern zu beachten. Die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH bittet alle Besucher, eine eigene Maske in hygienischem Zustand mitzubringen. COVID-19-positive Patienten sowie COVID-19-Verdachtsfälle dürfen aus Sicherheitsgründen weiterhin keinen Besuch empfangen.

Betreten werden können die Kliniken ausschließlich über den Haupteingang unter der Voraussetzung, dass die Besucher gesund sind und keine Symptome, wie erhöhte Temperatur, Husten, Schnupfen oder eine neu aufgetretene Beeinträchtigung des Geruchs- und Geschmackssines, aufweisen. Daher erfolgt am Eingang eine Registrierung, im Rahmen derer ein Selbstauskunftsbogen zur Risikoabschätzung ausgefüllt sowie kontaktlos die Temperatur gemessen wird. Alle Informationen zu den Besuchsregelungen sind unter www.sana.de/biberach erhältlich. Um Wartezeiten zu vermeiden, kann der Selbstauskunftsbogen vorab auf der Website abgerufen, daheim ausgefüllt und mitgebracht werden.

Seit Montag dürfen auch Speisewirtschaften im Außen- und Innenbereich unter Einhaltung von Hygieneauflagen und der Abstandsregeln wieder geöffnet sein. Riedlingens Bürgermeister Marcus Schafft hat sich vergangene Woche mit einem offenen Brief an die örtlichen Gastronomen gewandt. „Ich plädiere für einen Schulterschluss zwischen Stadt und Tourismuswirtschaft, Hotellerie und Gastronomie“, betonte er darin. Ein Bereich in dem die Gastronomiebetreiber sowie die Stadt aktiv werden können, sei beispielsweise die Genehmigung von Außengastronomie. Hier wäre eine zeitweise Ausweitung der Flächen vorstellbar. Um diesbezüglich jedoch Erfolg zu haben, benötige die Stadt konkrete Angaben, was die Gastronomie geplant hat. Auf dieser Basis könne es rechtlich eingeordnet werden. Zur Umsetzung bedürfe es am Ende der Solidarität aller, also auch der Anwohner. „Für eine lebendige Stadt ist eine funktionierende Gastronomie entscheidend“, stellt Schafft klar.

Inzwischen seien zahlreiche Fragen zur aktuellen „Corona-Verordnung Gaststätten“ bei der Stadtverwaltung eingegangen. Einzelne Betreiber hätten gezielt ihre Wünsche bezüglich einer Vergrößerung der Außengastronomie sowie der Verkürzung der Sperrzeit geäußert. In Vorortterminen hätten erste Details bereits geklärt werden können. „Kommen Sie gerne auf uns zu. Wir unterstützen Sie“, lässt Schafft die Gastronomen wissen.

Die Restaurantinhaber freuen sich, nach mehr als zwei Monaten, endlich wieder Gäste begrüßen zu dürfen. Es gelten jedoch einige staatliche Auflagen. „Damit diese Regeln gut umgesetzt werden können, sind wir auf die Mitwirkung unserer Gäste angewiesen“, betont Fritz Engelhardt, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Baden-Württemberg. Die nachfolgenden Tipps des DEHOGA für Gäste sollen dabei helfen:

• Personen, die zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt hatten oder selbst Symptome haben, mögen von einem Restaurantbesuch absehen.

• Den Tisch im Vorfeld reservieren, damit der Besuch möglichst koordiniert verläuft. Reservierungen für Gruppen sind nur möglich, wenn es sich um Personen aus dem Kreis der Angehörigen des eigenen, sowie eines weiteren Haushalts handelt.

• Sofern keine Trennvorrichtung vorhanden sind, immer 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen Personen halten. Aus Sicherheitsgründen ist ein Tischabstand von mindestens 1,5 Metern zueinander vorgeschrieben.

• Bei geringeren Abständen als 1,5 Meter empfiehlt sich die Verwendung einer Mund-Nasen-Abdeckung im Eingangsbereich, auf der Treppe oder auf dem Weg zur Toilette.

• Bitte die im Gastonomiebetrieb zur Verfügung gestellten Möglichkeitenen, sich die Hände zu desinfizieren oder mit Seife zu waschen, nutzen.

• Aufgrund der Abstandsregelungen ist ein Besuch nur mit zugewiesenem Sitzplatz möglich. Das gemeinsame Sitzen mehrerer Gäste an einem Tisch ohne 1,5 Meter Abstand ist nur den Gästen gestattet, denen der Kontakt untereinander erlaubt ist. Das sind nur die Personen aus dem Kreis der Angehörigen des eigenen, sowie eines weiteren Haushalts. Die Personenzahl bei Angehörigen eines Haushalts bzw. Familien spielt keine Rolle.

• Körperkontakte vermeiden und auch auf Händeschütteln und Umarmungen verzichten.

• Die geforderten Kontaktdaten angeben (Name, Datum und Uhrzeit des Besuchs, sowie Kontaktmöglichkeit z.B. Mail oder Telefon) zur Nachverfolgung möglicher Infektionen. Die Daten werden nach vier Wochen gelöscht.

• Restaurantmitarbeiter sind angehalten, den Kontakt mit den Gästen zur Sicherheit aller auf das Mindestmaß zu reduzieren.

• Die Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung nutzen, am besten tischweise. Bei Barzahlung die hierfür vorgesehene Vorrichtung bzw. Ablagefläche nutzen.

„Unsere Branche nimmt die Hygienemaßnahmen ernst. Wir tun alles, damit die Wiedereröffnung unter den gegebenen Bedingungen optimal verläuft“, sagt Engelhardt.

Im Landkreis Biberach wurden Stand 19. Mai um 17 Uhr 576 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilt das Landratsamt mit. 447 Personen davon seien wieder genesen.

33 Personen sind aber auch an und mit dem Coronavirus verstorben. Es handelt sich um 14 Frauen und 19 Männer.

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Ausgabe 14.05.2020

Mehr Fälle von häuslicher und sexualisierter Gewalt

Coronakrise: Insbesondere Frauen und Mädchen sind gefährdet

In der Coronakrise kommt es laut Experten und Hilfseinrichtungen vermehrt zu häuslicher und sexualisierter Gewalt – insbesondere gegenüber Mädchen und Frauen. Ein neuer Flyer des Landesfrauenrats und der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und Frauenbeauftragten in Baden-Württemberg gibt Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten. Es gibt sogar einen gesonderten für Betroffene im Landkreis Biberach.

Kreis Biberach – Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen führen dazu, dass sich die Bürger vermehrt in der häuslicher Gemeinschaft aufhalten. Experten und Hilfseinrichtungen berichten, dass es dadurch vermehrt zu Konfliktsituationen zwischen Ehe- oder Lebenspartnern sowie in Eltern-Kind-Beziehungen und zu häuslichen Gewalthandlungen kommt. Frauen und Mädchen sind dabei stärker betroffen. Beim deutschlandweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hat die Nachfrage nach Beratungen zur häuslichen Gewalt um 17,5 Prozent gegenüber den voherigen drei Wochen zugenommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Biberacher Landratsamts.

Dieser wachsenden Gefährdung von Frauen und Mädchen haben sich auch der Landesfrauenrat und die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und Frauenbeauftragten in Baden-Württemberg angenommen und einen Informationsflyer über Beratungs- und und Hilfsangebote bei häuslicher und sexualisierter Gewalt zusammengestellt.

Dr. Anja Reinalter vom Landesfrauenrat hat mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Biberach, Sigrid Arnold, einen Infoflyer für den Landkreis Biberach auf den Weg gebracht.

„Gerade in der Coronazeit müssen wir sensibel für Konflikt- und Gewaltsituationen sein. Dabei gilt es besonders Frauen und Mädchen vor Gewalt in jeglicher Form zu schützen und ihnen im Bedarfsfall die bestmögliche Unterstützung zu geben“, sagt Dr. Anja Reinalter. „Neben dem Hinweis auf bundesweite Beratungsangebote wie dem anonymen, kostenlosen und rund um die Uhr erreichbaren Hilfetelefon ,Gewalt gegen Frauen’ mit der Telefonnummer 0800/116016 wollen wir zusätzlich Informationen zu regionalen Hilfs- und Beratungsangeboten geben“, erläutert Sigrid Arnold.

Betroffene Frauen und Mädchen sollen wissen, wohin sie sich wenden können, um sich aus einer Gewaltsituation befreien zu können, und wer konkret sie vor Ort in ihrer Stadt oder in ihrem Landkreis wie unterstützt. „Schnelle, regional verfügbare Hilfen bei häuslicher und sexualisierter Gewalt sind das Wichtigste für betroffene Frauen“, betont Dr. Anja Reinalter.

Der Infoflyer wird in den nächsten Tagen regional verteilt und ist auch im Landratsamt Biberach und bei den Bürgermeisterämtern im Landkreis Biberach kostenlos erhältlich.

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Hochzeit verschoben, aber nicht aufgehoben

„Wir müssen nicht, wir brauchen nicht, wir wollen ganz einfach.“

„Wir müssen nicht, wir brauchen nicht, wir wollen ganz einfach.“ Unter diesem Motto hätten Eva und Peter Kesenheimer am 6. Juni in der Hailtinger Kirche geheiratet, hätte ihnen nicht Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie hoffen, nächstes Jahr vor den Altar treten zu können, vielleicht sogar schon im Herbst. Wie es sich anfühlt, den Tag, der der schönste im Leben sein soll, coronabedingt verlegen zu müssen, erläutert das Paar mit viel Humor.

Von Kristina Schmidl

Dürmentingen/Hailtingen – Nach siebeneinhalb Jahren Beziehung

haben Eva und Peter Kesenheimer am 6. Juni 2019 Nägel mit Köpfen gemacht und auf dem Dürmentinger Rathaus standesamtlich geheiratet. Genau ein Jahr später wollten sie sich in ihrem Wohnort Hailtingen kirchlich das Jawort geben und anschließend mit ihren 230 Gästen in der Dürmentinger Mehrzweckhalle ein rauschendes Fest feiern. Doch dann kam Corona. „Schon seit dem Lockdown im März hatten wir Zweifel daran, dass wir den Termin wirklich einhalten können“, sagt Eva Kesenheimer. Im April haben sie und ihr Bräutigam diesen Termin dann endgültig abgesagt – mit einer Karte an alle Gäste, auf der das Paar im Hintergrund in Rückenansicht in seiner Kleidung von der standesamtlichen Eheschließung zu sehen ist. Im Im Vordergrund sind die Hochzeitsschuhe samt Schutzmasken zu sehen. Die Aufnahme stammt von dem Fotografen Thomas Rettich, der auch als Trauzeuge fungiert. Er hat das Bild im April im Garten der Kesenheimers gemacht. Die Braut ist Hobbygärtnerin und liebt ihre Apfelbäume – insbesondere, wenn sie in Blüte stehen.

Die blühenden Bäume wollte sie unbedingt auf der Karte haben. „Natürlich waren wir am Anfang traurig, dass wir die Hochzeit verschieben müssen. Schließlich hatten wir uns schon lange darauf gefreut“, sagt die 29-Jährige.

Anzug und Brautkleid hätten sie schon zum Justieren in die Schneiderei gegeben. Zur Anprobe sei es dann aber nicht mehr gekommen. Die Ereignisse hätten sich coronabedingt überschlagen.

Eventuell kann das Paar im Herbst heiraten. „Aber wir stellen uns eher auf nächsten Sommer ein“, sagt Peter Kesenheimer. Schließlich seien auch ältere Verwandte, die zur Covid-19-Risikogruppe zählen, eingeladen. „Wir warten mit der Hochzeit lieber länger, als dass wir das Risiko eingehen, dass sich jemand auf unserer Feier mit dem Virus infiziert“, betont der 37-Jährige. Seine Braut fügt hinzu: „Wir sind jetzt schon so lange zusammen, dass es nicht darauf ankommt, ob wir ein Jahr früher oder später heiraten.“ Nur dass geheiratet wird, das ist dem Paar wichtig.

Dass vor der Hochzeit nicht alles wirklich reibungslos läuft, daran ist das Paar bereits gewöhnt. „Eine Woche vor unserer standesamtlichen Hochzeit bin ich beim Sicherheitstraining mit dem Motorrad gestürzt und habe mir das Handgelenk so unglücklich gebrochen, dass es zwei Mal operiert werden musste. Ich war also gezwungen, einen Gipsarm zu meinem Hochzeitsanzug zu kombinieren“, erzählt Peter Kesenheimer und lacht. Er denkt, dass er und seine Braut im Nachhinein auch über die Verschiebung ihrer kirchlichen Hochzeit werden lachen können. „Ich glaube, dass solch eine ungewöhnliche Situation die Beziehung schon ein wenig auf die Probe stellt, man als Paar aber daran wachsen kann“, sagt der 37-Jährige. „Wir wünschen allen Brautpaaren, denen es ähnlich geht – und davon gibt es es allein in unserem Freundes- und Bekanntenkreis fünf – , dass sie durchhalten und umso ausgelassener feiern können, wenn die Coronakrise vorbei ist“, sagt der junge Mann.

Seine Frau ist sich sicher: „Wenn wir mal alt sind, haben wir unseren Enkeln bezüglich unserer Hochzeit richtig was zu erzählen. Es ist ja schon etwas Besonderes.“

Das Paar ist froh, wie unkompliziert alle Partner und Dienstleister, die in die Hochzeitsfeierlichkeiten eingebunden sind, auf die Terminverschiebung reagiert haben. Es sei ja schon alles geplant gewesen.

Das Paar ist sich sicher, dass es auch zu einem späteren Termin genau so heiraten kann, wie es sich dies immer gewünscht hat : Sie klassisch ganz in Weiß, mit Chor in der festlich geschmückten Kirche und großem Fest zusammen mit lieben Verwandten und Freunden in der Dürmentinger Halle.

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Ausgabe 15.04.2020

Stellen Sie Manuel Hagel Ihre Fragen zu Corona

Der CDU-Landtagsabgeordnete am Südfinder-Telefon

Wer eine wichtige Frage zum Thema Corona hat, sollte sich diesen Termin rot im Kalender anstreichen: Freitag, 17. April 2020, 16 Uhr bis 17 Uhr. Dann wird der Landtagsabgeordnete und CDU-Generalsekretär in die Südfinder-Redaktion kommen, um Ihre Fragen telefonisch zu beantworten. Sie erreichen Manuel Hagel in der genannten Zeit direkt und persönlich unter der Rufnummer 07391/5004 24.

Von Karl-Heinz Burghart

Region – Es sind Fragen wie diese, die uns umtreiben: Müssen wir bald Schutzmasken tragen? Wie lange gelten die Kontaktbeschränkungen? Wann öffnen die Geschäfte wieder? Wem hilft das Land? Welche Steuern werden jetzt gestundet? Wie läuft das mit der Kurzarbeit? Wie beantrage ich Soforthilfe?

Manuel Hagel wird diese und ähnliche Fragen bestmöglich beantworten. Bevor Sie zum Telefon greifen, sollten Sie allerdings prüfen, ob Ihre Frage nicht bereits auf einer offiziellen Website, etwa der des Landratsamts, beantwortet wurde. Unter www.alb-donau-kreis.de sind Antworten auf viele der häufig gestellten Fragen zum Thema Corona, sowie weiterführende Links zu finden.

Ablaufen wird die Telefonaktion mit dem Abgeordneten Manuel Hagel wie folgt: Sie rufen zwischen 16 Uhr und 17 Uhr bei uns in der Redaktion an. Das Telefon von Manuel Hagel ist auf laut gestellt, wir schreiben die wichtigsten Fragen mit. Die Antworten veröffentlichen wir dann am Mittwoch, 22. April 2020 im Südfinder. Selbstverständlich ohne ihren Namen zu nennen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

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25.03.2020

Sana stellt stationären Betrieb vorzeitig ein

Die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH hat im Oktober bekanntgegeben, dass der stationäre Betrieb der Riedlinger Klinik zum 30. Juni 2020 aufgegeben wird. Nun wird der internistische Dienst in der Donaustadt bereits zum 1. April eingestellt, mitten in der Coronakrise.
Das hat Sana am Donnerstag in einer Pressemitteilung öffentlich gemacht.

Von Kristina Schmidl

Riedlingen/Kreis Biberach – „Aufgrund aktueller personeller Entwicklungen sowie der derzeitigen dynamischen und herausfordernden Situa- tion im Hinblick auf die Coronapandemie muss die internistische Abteilung am Standort Riedlingen ihren Dienst schon vorzeitig zum 1. April einstellen“, heißt es in dem Schreiben.

Das Ärzteteam der Medizinischen Klinik in Riedlingen habe sich bereits Ende Januar mit dem Austritt einer Assistenzärztin reduziert. Ende Februar sei ein weiterer Assistenzarzt ausgeschieden. Ende März verlasse die letzte Assistenzärztin sowie eine Fachärztin die Abteilung. Ab 1. April stünde somit nur noch eine internistische Fachärztin zur Verfügung. „Daher können wir den stationären Betrieb der Inneren Medizin, auch im Hinblick auf die vollumfänglich erforderlichen Biberacher internistischen Kapazitäten im Zuge der Versorgung einer möglicherweise größeren Anzahl stationärer Coronapatienten, nicht bis Ende Juni aufrechterhalten“, sagt Sana Ge-schäftsführerin Beate Jörißen.

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Wie sich die Coronakrise auf Riedlingen auswirkt

Die Coronakrise spitzt sich weiter zu. 111 bestätigte Coronafälle hat das Gesundheitsamt am Dienstagnachmittag um 16 Uhr im Kreis Biberach gemeldet. Elf Personen werden stationär in Biberach betreut, sechs davon intensivmedizinisch. In den Nachbarkreisen Sigmaringen, Reutlingen und Alb-Donau gibt es die ersten Todesfälle. Riedlingens Rathauschef Marcus Schafft hat sich in einem offenen Brief an die Bürger gewandt, nachdem die Landesregierung ihre Corona-Verordnung verschärft hat. Er verdeutlicht darin, was das konkret für die Donaustadt und deren Umgebung bedeutet.

Von Kristina Schmidl

Riedlingen/Kreis Biberach – Mehr als zwei Personen dürfen sich für die nächsten zwei Wochen in der Öffentlichkeit nicht versammeln – ausgenommen Angehörige, die im gleichen Haushalt leben. Bei Verstößen drohen harte Strafen. So haben Bund und Länder die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus am Sonntag nochmals drastisch beschränkt. Landrat Dr. Heiko Schmid wendet sich erneut an die Kreisbewohner mit der expliziten Bitte, die geltenden Ausgang-, Kontakt- und Abstandsregelungen einzuhalten. Riedlingens Rathauschef Marcus Schafft schreibt in einem offenen Brief an die Bürger, dass in der Donaustadt unter seiner Gesamtverantwortung bei der Stadtverwaltung ein interner Krisenstab eingerichtet worden ist, der sich fortlaufend mit der aktuellen Entwicklung des Coronavirus beschäftigt. Hauptamtsleiter Christian Simon und Stadtpfleger Elmar Seifert leiten den Krisenstab im Wechsel. Dadurch sei die Verwaltung in der Lage, vorausschauend die aktuellen Auswirkungen des Coronavirus zu begleiten und Entscheidungen schnell und zielgerichtet zu treffen.

Für gezielte Fragen zu den Auswirkungen des Virus im Stadtgebiet ist ein zentrales Bürgertelefon eingerichtet worden. Mitarbeiter der Stadtverwaltung stehen laut Schafft unter der Nummer 07371/183 49 von Montag bis Mittwoch von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr für Fragen zur Verfügung. Außerdem verweist Schafft auf die Corona-Hotline des Kreisgesundheitsamts Biberach unter Tel. 07351/52 7070.

Für Riedlingen ergeben sich durch die Corona-Verordnung insbesondere folgende Einschränkungen bis zunächst 19. April:

• Alle Schulen und Kindertageseinrichtungen bleiben geschlossen. Eine Notfallbetreuung ist für Erziehungsberechtige, die in der kritischen Infrastruktur tätig sind, eingerichtet. Für Schulkinder bis zur sechsten Klasse findet sie an der Joseph-Christian-Gemeinschaftsschule statt, für die Kindertageseinrichtungen im Kindergarten Regenbogen.

• Das Rathaus und die Ortsverwaltungen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Zwingend erforderliche Termine sind nach Vereinbarung möglich. Die Stadt- und Ortsverwaltungen sind per Telefon, E-Mail und Post erreichbar.

• Der Betrieb von Kultur- und Bildungseinrichtungen ist untersagt. Darüber hinaus sind das Kino geschlossen, das Hallenbad, alle öffentlichen und privaten Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios und Tanzschulen, Jugendhäuser und Buden, die Stadtbücherei, Vergnügungsstätten, Cafés, Eisdielen, Bars, Kneipen, öffentliche Spiel- und Bolzplätze, Frisöre, Tattoo- bzw. Piercingstudios, Massage-, Kosmetik-, Sonnen- und Nagelstudios sowie Studios für kosmetische Fußpflege.

• Ebenso sind Spezialmärkte, Messen und das Anbieten von Freizeitaktivitäten nicht gestattet. Untersagt sind auch Beherbergungsbetriebe, die Benutzung von Camping- und Wohnmobilstellplätzen sowie der Betrieb von Reisebussen im touristischen Verkehr.

• Alle Verkaufsstellen des Einzelhandels, die später im Text nicht konkret unter „Geöffnet bleiben“ gelistet sind, sind geschlossen. „Bitte unterstützen Sie unseren lokalen Einzelhandel, indem Sie die Abhol- und Lieferdienste sowie den örtlichen Online-Handel nutzen“, appelliert Schafft an die Leser.

Bis zunächst 14. Juni gelten folgende Einschränkungen:

• Gemeindeeigene Räumlichkeiten, also alle Sport- und Veranstaltungshallen sowie Bürgerhäuser sind gesperrt.

• Der Aufenthalt im öffentlichen Raum mit mehr als einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person ist untersagt. Es ist, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

• Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und Ansammlungen von mehr als fünf Personen verboten. Dies gilt insbesondere für Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie in Kirchen, Moscheen und anderen Glaubensgemeinschaften.

• Das Betreten von Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, teilstationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen einschließlich Kurzzeitpflege zu Besuchszwecken, ist verboten.

Geöffnet bleiben:

• Der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Bäckereien, Metzgereien, Hofläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste einschließlich solche des Online-Handels, Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten, Kantinen für Betriebsangehörige, Ausgabestellen der Tafeln, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Hörgeräteakustiker, Optiker und Praxen für medizinische Fußpflege, Tankstellen, Post-stellen, Banken und Sparkassen sowie Servicestellen von Telekommunikationsunternehmen, Reinigungen und Waschsalons, der Zeitschriften- und Zeitungsverkauf, Raiffeisenmärkte, Verkaufsstätten für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf sowie der Großhandel.

• Dienstleister, das Handwerk und Werkstätten können in vollem Umfang ihrer Tätigkeit nachgehen.

Jeder Einzelne könne einen Beitrag dazu leisten, die Infektionskette zu unterbrechen und die Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren. „Bitte bleiben Sie zu Hause. Denken Sie an Ihre Nächsten. Jeder kennt Personen, die einer Risikogruppe angehören. Insbesondere hier sollte eine Ansteckung vermieden werden“, betont Schafft.

Landrat Dr. Heiko Schmid appelliert nochmals eindringlich, die Ausgangs-, Kontakt- und Abstandsregelungen zu beachten: „Ich begrüße die zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten vereinbarten Schritte. Es ist ein gemeinsames Vorgehen aller Länder, was für uns als Landkreis an der Grenze zu Bayern wichtig ist.“ In den kommenden Tagen sei mit einem weiteren dramatischen Anstieg der Fallzahlen zu rechnen. „Landkreis, Städte, Gemeinden, Sana, die Arztpraxen, DRK und die weiteren Hilfsdienste bereiten sich intensiv darauf vor“, betont Schmid.

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18.03.2020

Galgenhumor gegen Corona

Was kann man in diesen Tagen tun, wenn man keine Lust hat, sich dem allgemeinen Corona-Wahnsinn anzuschließen?Die Schutzempfehlungen einhalten, klar. Kein Klopapier mehr zum Schneuzen nehmen, auch klar. Ein wirklich gutes Rezept für Gelassenheit sind Galgenhumor und Satire. Für uns in der Südfinder-Redaktion jedenfalls.

Mein Sigmaringer Kollege Chris Schwarz trinkt beispielsweise jeden Abend mindestens eine Flasche Corona. In der Zwischenzeit dürfte er schon jede Menge Antikörper gebildet haben. Eine Ansteckung ist für ihn also vollkommen ausgeschlossen. Und das Gute an seinem ganz persönlichen „Impfstoff“: Er schmeckt Chris auch noch ausgezeichnet. Für alle, die das möglicherweise doch ernst nehmen: Leute, das ist ein Witz!

Auch im Internet bekommt Corona unseren Galgenhumor in geballter Ladung ab. Und unsere Panikmacher und Hamsterkäufer auch gleich mit. Jetzt ist beispielsweise der umgedichtete „Erlkönig“ aufgetaucht. Den gibt’s tatsächlich nicht nur als getarnten Prototypen, sondern auch als Ballade. Auf den Corona-Wahnsinn angepasst, lautet die moderne Adaption von Goethes Ballade: „Wer hamstert so spät bei Nacht und Wind? Es ist der Deutsche, der wieder spinnt. Er hat die Nudeln wohl in dem Arm und Klopapier, für seinen Darm.“ Und weiter hinten: „Bleib ruhig, bleibe besonnen, mein Kind, wenn beim Händewaschen wir sorgsam sind, dann leiden wir alle auch keine Not, also horte nicht Klopapier wie ein Idiot.“ Herrlich.

Warum die Leute in Zeiten von Corona Klopapier hamstern, habe ich ich bis Montagfrüh nicht verstanden. Da hat mir der Bingener Fotograf Michael Setz bei einem dienstlichen Treffen die Erklärung dafür geliefert, warum ich am Freitagabend keine einzige Rolle Klopapier mehr bekommen habe, obwohl ich in drei Riedlinger Supermärkten war. (Schließlich hat mir eine Freundin aus der Bredouille geholfen und mir eine Rolle geschenkt, nachdem bei mir zu Hause das Klopapier ausgegangen war). Michael erzählte mir nämlich, dass die Leute auch Bohnen hamstern. Das war mir bisher gar nicht aufgefallen. Er hatte am Wochenende ein englisches Frühstück geplant und wollte in einem Sigmaringer Supermarkt dafür eine Dose Baked Beans kaufen. Doch zu seiner Verblüffung war das Bohnenregal fast leer. Eine einzige Dose Bohnen stand noch im Regal, aber nicht von der Sorte, die er brauchte. Also rief der Fotograf seine Familie an, um zu fragen, ob die andere Sorte Bohnen auch geeignet sei. Und dann ereignete sich eine Dreistigkeit sondergleichen: Während der Bingener vor der Dose stand und telefonierte, schnappte sie ihm ein anderer Mann ohne Hemmung direkt vor der Nase weg, obwohl der Fotograf die Dose mit seinem Blick fixierte. Das ist dreist. Doch Michael nahm es gelassen. Kichernd sagte er zu mir: „Kein Wunder, dass die alle so viel Klopapier brauchen, wenn sie sich in der Coronakrise von Bohnen ernähren.“ Das leuchtet mir ein.

Dennoch finde ich sie derzeit ganz schön irre, unsere Welt. Ich hoffe, Sie gehen im Moment nicht auf allen Viren. Und wenn doch: Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Kristina Schmidl

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Bibliotheken bleiben geschlossen, Sporttraining fällt aus

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat das Landratsamt am Montag mitgeteilt, dass mit einer Allgemeinverfügung alle öffentlichen und nichtöffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel im Landkreis Biberach – unabhängig einer Personenzahl – bis auf weiteres untersagt sind. Vereine, Einrichtungen, Unternehmen und Institutionen stellen den Betrieb vorübergehend ganz ein oder ersetzen direkten Kontakt vorerst durch telefonischen.

Von Kristina Schmidl

Kreis Biberach – Die Bibliothek im Kreisberufsschulzentrum Biberach ist – wie die Schulen in Baden-Württemberg – seit Dienstag bis einschließlich Sonntag, 19. April, geschlossen. Für Verlängerungen und Auskünfte ist das Bibliothekspersonal montags bis freitags von 8.15 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 07351/346203 erreichbar.

Die Rückgabe ausgeliehener Medien ist per Fernleihe trotz Schließung der Bibliothek möglich. Der dafür eingerichtete Briefkasten befindet sich im Schulgebäude links neben der Eingangstür der Bibliothek und ist montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr zugänglich.

Sollte dringend Literatur benötigt werden, so empfiehlt sich die Nutzung des E-Book-Angebots. Nähere Infos dazu sind im Internet unter www.mediothekbsz.de zu finden.

Die Volkhochschule Donau-Bussen unterbricht ihr Kursangebot bis zum 19. April. In dieser Zeit finden keine Veranstaltungen und Seminare statt. Kurse, die bereits begonnen haben, werden in der Woche nach den Osterferien ab dem 20. April fortgesetzt. Kurse, die noch nicht angefangen haben, werden auf einen späteren Termin verschoben, der den angemeldeten Teilnehmern noch mitgeteilt wird. Anfragen bei der VHS Donau-Bussen sind unter der Telefonnummer 07371/7691 oder per E-Mail an info@vhs-donau-bussen.de möglich.

Das Oberschwäbische Museumsdorf in Kürnbach bleibt bis auf weiteres geschlossen. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Der für den 29. März geplante Saisonauftakt wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat in ihrem Servicezentrum in Biberach die persönliche Kundenberatung eingestellt. Die Versicherten erhalten alle erforderlichen Leistungen weiterhin wie gewohnt. Die Beratung wird über das Kundentelefon mit der Rufnummer 07351/349560 sowie über die E-Mail-Adresse service745700@dak.de sichergestellt.

„Auch das Riedlinger Jugendforum sieht sich in der Verantwortung und wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten daran beteiligen, die Ausbreitung des Coronavirus in der vorherrschenden Pandemie wenigstens zu verlangsamen“, teilt die Vorstandschaft in einem Schreiben an die Presse mit. Das Jufo-Vereinsgebäude bleibt bis zirka 19. April geschlossen. Sich in dieser Zeit in dem Gebäude aufzuhalten, sei verboten. Das Jugendforum Riedlingen bleibe in engem Kontakt mit der Ordnungsbehörde und der Stadtverwaltung, um ständig über die laufende Entwicklung informiert zu sein, heißt es in der Pressemitteilung.

Der DRK-Tafelladen Riedlingen in der Ziegelhüttenstraße 52 stellt vorübergehend seinen Betrieb ein. Der Laden hat noch am Mittwoch, 18. März, geöffnet. Das Tafelladen-Team holt zu diesem Termin auch noch gespendete Waren ab. „Wir betreiben den Tafelladen ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die meisten von ihnen gehören aufgrund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes zu der besonders gefährdeten Risikogruppe“, sagt Hans Petermann, Leiter des Riedlinger Tafelladens. Das Tafelladen-Team hoffe „inständig, dass die Wiederaufnahme des Betriebs bald wieder möglich ist“, betont er.

Auch der Bad Buchauer Diakonieladen „Ansichtssache – Einkaufen für einen guten Zweck“ in der Schussenrieder Straße bleibt auf Anweisung der Trägerschaft mindestens aber bis zum Ende der Osterferien – geschlossen.

Seit Dienstag sind außerdem alle Schlösser, Klöster, Burgen und Kleinode der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg wegen der aktuellen Entwicklung des Coronavirus geschlossen, darunter auch das Neue Kloster Schussenried.

Der TSV Riedlingen stellt seinen Trainings- und Spielbetrieb vorläufig ein. Konkret betroffen sind die Abteilungen Faustball, Leichtathletik, Turnen, Behindertensport, Schwimmen, Tai Chi Chuan, Skizunft bis zum 14. April. Die Fußballabteilung setzt den Trainingsbetrieb bis 31. März aus.

Der TSV Ertingen stellt den Spiel-, Turn- und Trainingsbetrieb bis zum 19. April ein. Die Mitgliederversammlung am 27. März und die Abteilungsversammlung Turnen am 3. April finden nicht statt.

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